Augenpflege- neue Wirkstoffe gegen Fältchen

Die empfindliche Haut rund ums Auge verlangt nach guter Basispflege und bestverträglichen Wirkstoffen, die Mimikfältchen, Augenringe und nachlassende Spannkraft ausgleichen.

Der Blickkontakt ist im alltäglichen Miteinander wohl die wichtigste Art der Kommunikation. Daher nimmt die Augenpflege bei der kosmetischen Behandlung der Gesichtshaut auch eine zentrale Stellung ein. Eine frische und glatte Haut rund um das Auge, und das auf Dauer, macht einen wichtigen Teil der Attraktivität eines Menschen aus. Erste Fältchen und deren weitere Entwicklung fallen im Augenbereich ganz besonders auf. Umgekehrt wird dort die Wirksamkeit eines guten Präparates stärker als woanders sichtbar. Neben den Mimikfältchen, treten häufig Unreinheiten um das Auge auf. Weitere Störfaktoren sind schuppende Haut, Komedonen, Milien, Augenringe und nachlassende Spannkraft an den Lidern und unter den Augen.

 

Schädliche Einflüsse

Gerade das Auge wird aber, abgesehen von der natürlichen Alterung durch psychische Faktoren, Länge des Schlafes, lange und anstrengende Bildschirmarbeit, starke Sonneneinwirkung und vor allem durch unausgewogene Ernährung und Giftstoffe wie Nikotin wesentlich beeinflusst.  Diese negativen Faktoren wiegen in der Regel stärker, als dass sie durch eine kosmetische Behandlung und beste Wirkstoffe auch nur annähernd ausgeglichen werden können. Dementsprechend ist es bei keiner Hautpartie so wichtig, auf Prävention zu achten und schädliche Einflüsse auszuschließen.

 

Nicht alles ist verträglich

Auf manche Inhaltsstoffe wie z. B. einige Konservierungsmittel und Duftstoffe kann das Auge empfindlich reagieren. Auch kriechende Öle, z.B. Isopropylmyristat, die das Spreiten (Verteilbarkeit) von Emulsionen verbessern, sind in Augenpflegeprodukten kontraproduktiv.

Gleiches gilt für ätherische Öle und höhere Konzentrationen von Alkohol (>10%).

Bei sensibler Haut muss mit Reaktionen wie Rötung und Tränenfluss gerechnet werden, wenn man zu nah an den Schleimhautbereich kommt. Der Gesetzgeber hat daher in der europäischen Kosmetikrichtlinie und in medizinischen Produkten einige Substanzen zur Anwendung am Auge verboten oder nur mit Warnhinweis zugelassen, so z.B. die Konservierungsmittel Silberchlorid und Benzalkoniumchlorid.

 

Anforderungen an die Pflege

Die Haut rund um das Auge benötigt sowohl eine Basispflege als auch Wirkstoffe. Während die Basispflege Defizite der Haut hinsichtlich der Fettstoffe, Barrierestoffe und Natural Moisturizing Factors ausgleicht, unterscheidet man bei den Wirkstoffen zwei Gruppen. Die erste Gruppe sind Langzeitwirkstoffe, die präventiv auf Dauer das Hautbild verbessern und verhindern, dass es sich altersbedingt wesentlich verschlechtert. Die zweite Gruppe sind die Effektwirkstoffe, die sehr schnell wirken und nach deren Abbau oder Entfernung (Reinigung) der alte Zustand wieder hergestellt ist.

Feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie z.B. Aloe Vera, Gurke, D-Panthenol, Aminosäuren stellen die Hauptgruppe in der Augenpflege dar. Manche dieser Wirkstoffe sind wahre Multitalente: Aloe wirkt entzündungshemmend, Alge antimikrobiell, Gurke straffend, D-Panthenol auf die Zellneubildung bei Entzündungen. Bewährt sind nach wie vor Öle wie Avocadoöl, Traubenkernöl, Nachtkerzenöl, Weizenkeimöl. Neben den Fettstoffen versorgen sie die Haut mit Phytosterinen, welche die Barrierefunktion stärken und essentiellen Fettsäuren, die zum Teil entzündungshemmend wirken, sowie mit Vitaminen.

 

Glättende Wirkungen lassen sich mit Phytohormonen z.B. aus Soja und Rotklee erreichen. Die Collagensynthese und Zellneubildung werden angeregt, der Collagenabbau verlangsamt. 

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